Moderner Produktionsraum: Editoren prüfen Videomaterial am Schreibtisch, rechts ein Serverraum und eine Regie mit Live-Kamerabildern, dezente blaue…
Symbolbild, KI-generiert.

Oracle stellt eine Plattform für KI-gestützte Produktion und Videoauslieferung vor, die kürzere Produktionszeiten und personalisierte Angebote ermöglichen soll. Sie soll innerhalb der nächsten zwölf Monate verfügbar werden, Änderungen am Funktionsumfang hält sich Oracle offen.

Oracle hat auf der Hausmesse Oracle AI World in Las Vegas die Plattform Oracle Media Fabric angekündigt. Nach Angaben des Unternehmens vom 27. Oktober 2026 soll sie KI-gestützte Produktion, Medienmodelle und verteilte Videoauslieferung unter einem Dach zusammenführen. Zielgruppe sind Medienunternehmen, Streaming-Anbieter und Marken.

Oracle-CEO Clay Magouyrk beschreibt den Ansatz so: Inhalte zu erstellen und sie an Zuseher auszuliefern, seien bisher getrennte Prozesse gewesen. Media Fabric bringe beides zusammen und setze KI im gesamten Produktions- und Distributionsablauf ein. Laut Oracle sollen so Produktionszeit und Kosten sinken, vorhandene Inhalte besser genutzt und das Seherlebnis für unterschiedliche Zielgruppen in Echtzeit angepasst werden.

Drei Kernbausteine und eine Verbindungsschicht

Media Fabric besteht laut Oracle aus Creative Studio, AI Media Models und Video Edge. Die Adaptive Media Platform, die auf Creative Studio und Video Edge aufsetzt, soll Erstellung und Auslieferung verbinden. Außerdem nennt Oracle Schutzmaßnahmen für geistiges Eigentum, die auch das Risiko verringern sollen, dass generierte Inhalte fremde Rechte verletzen.

Creative Studio ist als Produktionssuite gedacht, mit der Teams aus Ideen Storyboards, Szenen, Video, visuelle Effekte und virtuelle Charaktere entwickeln. Sie ist modellunabhängig angelegt: Neben Oracles eigenen Modellen kommen Modelle von Drittanbietern zum Einsatz. Für jede Aufgabe soll die Plattform das passende Modell nach Vorgaben zu Sicherheit, Herkunft, Kosten und IP-Schutz wählen. Die AI Media Models sind die von Oracle entwickelten Modelle für Videoerzeugung, Bilderzeugung und Bildbearbeitung. Sie sollen unter anderem kontrollierte Medienverarbeitung in großem Umfang, intelligente Kuratierung und Suche sowie die Anpassung von Frontier-Modellen auf Oracle Cloud Infrastructure (OCI) ermöglichen.

Video Edge richtet sich an Sender und Streaming-Anbieter bei großen Live-Events. Die KI-gestützte, verwaltete Plattform nutzt laut Oracle Netzwerk- und Wiedergabedaten in Echtzeit, um Kapazitäten zu koordinieren und Zuseher zu geeigneten Auslieferungsorten zu leiten, und zwar über OCI sowie teilnehmende Content-Delivery- und Provider-Netze. Hohe Bildqualität und niedrige Latenz sollen auch bei Zuschauerspitzen erhalten bleiben. Die zugrunde liegende Auslieferungsinfrastruktur beschreibt Oracle als um offene Standards herum gebaut.

Die Adaptive Media Platform soll Produktion und Auslieferung verknüpfen. Marken könnten damit aus einer Basiswerbung Varianten erzeugen, die innerhalb von Markenrichtlinien und Freigaberegeln bleiben. Das soll Zeit und Kosten für mehrere Fassungen senken.

Verfügbarkeit innerhalb von zwölf Monaten geplant

Oracle spricht in der Mitteilung von einer Ankündigung: Media Fabric soll innerhalb der nächsten zwölf Monate verfügbar werden. Der Zukunftshinweis hält fest, dass Entwicklung, Veröffentlichung, Zeitplan und Preise der beschriebenen Funktionen sich ändern können und Oracle dazu keine verbindliche Zusage macht. Branchenmedien wie Media Play News berichten von einem „Launch“, geben aber ebenfalls an, dass die Plattform erst innerhalb der nächsten zwölf Monate verfügbar sein soll.

Oracle will damit Kreativwerkzeuge und Videoauslieferung in einer Plattform bündeln. Alle genannten Leistungs- und Nutzenversprechen sind bislang Herstellerangaben.

Quellen: Media Play News — Oracle Launches AI-Driven Streaming Video Content Production Platform — 2026-10-27; Oracle — Oracle Introduces Oracle Media Fabric — 2026-10-27